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Möbelvorlagen New

Eine Möbelvorlage macht aus den Außenmaßen eines Möbelstücks die Teile, die Sie tatsächlich zuschneiden — die Plattenstärke ist bereits abgezogen. Sie geben die drei Maße ein, die Sie am Aufstellort messen — Breite, Höhe, Tiefe —, und die Vorlage liefert jedes Teil mit Maß, Stückzahl und Faserrichtung.

Damit fällt genau der Schritt weg, an dem selbstgebaute Möbel am häufigsten scheitern. Die in der Nische gemessene Höhe ist die Höhe keiner einzigen Platte: Deckel und Boden sitzen über und unter den Seiten, die Seiten sind also genau um deren Stärke kürzer.


Das Wichtigste

  • Fünf Vorlagen: TV-Board, Bücherregal, Schrank, Küchen-Unterschrank und eine Kiste (oder Würfel).
  • Sie geben Außenmaße ein; jedes Innenteil wird daraus abgeleitet.
  • Die Rückwand steht separat, weil sie ein anderes, dünneres Material ist.
  • Die Faserrichtung ist pro Teil markiert — sichtbare Flächen sind fest, verdeckte Teile frei drehbar.
  • Verfügbar in der App und als eigenständiges Widget auf den Zuschnittlisten-Rechnerseiten.

So nutzen Sie eine Vorlage

  1. 1

    Vorlagenauswahl öffnen

    In der App über Möbelvorlagen — die Schaltfläche sitzt direkt über der Tabelle Teile, in jedem Modus, und bleibt so auch nach einem Durchlauf erreichbar. Auf einer Rechnerseite ist das Widget bereits eingebettet.

  2. 2

    Möbelstück wählen

    TV-Board, Bücherregal, Schrank, Küchen-Unterschrank oder eine Kiste. Jede Vorlage startet mit einem realistischen Standardmaß.

  3. 3

    Maße eingeben

    Breite, Höhe und Tiefe sowie die Plattenstärke, die Sie kaufen. Jedes Teil rechnet sich neu, während Sie den Regler bewegen.

  4. 4

    Innenaufteilung festlegen

    Mittelseiten, Böden und entweder eine Tür oder Schubladen. Fachbreiten und Frontmaße werden bei jedem Schritt neu berechnet.

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    Zuschnittliste einfügen

    In der App gehen die Teile direkt in die Teileliste. Auf einer Rechnerseite laden Sie die CSV herunter oder übergeben die Liste an die App.

Solange der Arbeitsbereich der App noch die unveränderte Demo ist, ersetzt das Einfügen einer Vorlage die Platzhalterzeilen und tauscht die Platte gegen eine, auf die die Teile wirklich passen. Haben Sie bereits etwas geändert, werden die Teile angehängt und Ihre eigene Plattenliste bleibt unangetastet.


Das Korpusmodell

Die ersten vier Vorlagen nutzen dieselbe Korpuskonstruktion, damit sich die Maße nie widersprechen (die Kiste ist ein anderer, einfacherer Aufbau — siehe den eigenen Abschnitt weiter unten):

  • Deckel und Boden laufen über die volle Außenbreite und sitzen über beziehungsweise unter den Seiten.
  • Seiten und Mittelseiten sitzen dazwischen, ihre Höhe ist also die Außenhöhe minus zwei Plattenstärken.
  • Fächer teilen sich die lichte Breite, die nach Abzug der Mittelseiten übrig bleibt.
  • Fronten sitzen mit einer Fuge an jeder Kante im Fach, damit sie öffnen — außer beim Küchenschrank, wo sie aufliegend sind.

Bei einem 1600 mm breiten Korpus aus 18 mm Platte beträgt die lichte Breite 1564 mm. Eine Mittelseite lässt zwei Fächer zu je 773 mm, zwei Mittelseiten drei zu je 509 mm.

Das ist nicht die einzig richtige Konstruktion. Manche bauen die Seiten durchgehend und setzen den Deckel dazwischen, was die beiden Maße vertauscht. Wenn Ihr Zuschnittservice oder Ihr Beschlag das erwartet, muss die Liste umgerechnet werden.


Der Küchen-Unterschrank

Der Unterschrank hat drei Einstellungen, die die anderen Vorlagen nicht haben — denn ein Küchenschrank ist nicht einfach eine Kiste.

FeatureDescription
SockelWie hoch der Korpus über dem Boden steht. Erzeugt die Sockelblende und ändert sonst nichts — die Korpusteile bleiben exakt gleich.
DeckelZwei Traversen oder eine volle Platte. Unter einer Arbeitsplatte sind Traversen der Normalfall: Sie lassen Zugang für die Befestigungsschrauben und brauchen weniger Plattenfläche.
Aufliegende FrontenTür und Schubladenfront liegen auf der Korpusstirnfläche statt im Fach — so werden Küchenfronten gebaut. Sie fallen dadurch breiter aus als das Fach, nicht schmaler.

Die eingegebene Höhe ist die Korpushöhe. Woran Sie tatsächlich stehen, ist die Summe aus drei Dingen:

Arbeitshöhe = Sockel + Korpushöhe + Arbeitsplattenstärke

100 mm Sockel unter 720 mm Korpus unter 38 mm Arbeitsplatte ergeben 858 mm. Das Widget zeigt die Korpusoberkante an, damit Sie die Summe vor dem Zuschnitt prüfen können. Die Arbeitsplatte selbst steht nicht in der Zuschnittliste — sie ist ein anderes Material und wird meist auf Maß gekauft.


Die Kiste

Die Kiste ist die eine Vorlage, die kein Korpus ist. Sie ist eine einfache, auf Stoß gefügte Kiste aus Plattenmaterial (Sperrholz, MDF) — eine Aufbewahrungskiste, eine Transportkiste, ein Schubladenkasten — und ein Würfel, wenn Sie Breite, Höhe und Tiefe gleich setzen. Sie geben die äußere Breite × Höhe × Tiefe und die Plattenstärke ein und wählen, ob die Kiste offen oder geschlossen (mit Deckel) ist.

Die Teile ergeben sich aus vier Wänden, die an den Ecken zusammentreffen:

  • Vorder- und Rückwand — die beiden vollen W × H Wände.
  • Seitenwände (links und rechts) — (D − 2t) × H, damit sie zwischen Vorder- und Rückwand passen.
  • Boden(W − 2t) × (D − 2t), innen zwischen den vier Wänden.
  • Deckel — gleich groß wie der Boden, nur ergänzt, wenn die Kiste geschlossen ist.

Ein Würfel besteht nicht aus sechs gleichen Quadraten — genau diesen Fehler soll diese Vorlage verhindern. Bei Stoßverbindungen hat ein Würfel mit der Seitenlänge S aus Platte der Stärke t zwei S × S Flächen, zwei (S − 2t) × S Flächen und eine oder zwei (S − 2t) × (S − 2t) Platten. Schneiden Sie sechs gleiche Quadrate, lässt sich die Kiste nicht in der gewünschten Größe zusammenbauen.

Kistenteile sind standardmäßig faserfrei (eine Gebrauchskiste hat keine sichtbare Faser, die zu erhalten wäre), der Optimierer darf sie also für eine dichtere Anordnung drehen. Hat Ihre Kiste doch eine Faser oder eine bedruckte Fläche, entfernen Sie nach dem Einfügen bei diesen Zeilen den Haken bei Dreh..


Faserrichtung

Jedes Teil ist als fest oder frei markiert:

  • Fest — der Optimierer darf es nicht drehen. Das sind die sichtbaren Flächen: Deckel, Seiten, Türen, Schubladenfronten und die Sockelblende. Das Dekor läuft in eine Richtung, und ein gedrehtes sichtbares Teil steht sichtbar quer zu seinem Nachbarn.
  • Frei — Drehen ist erlaubt. Fachböden, Mittelseiten, Traversen und die Rückwand sind verdeckt, und sie drehen zu dürfen verbessert die Verschachtelung messbar.

Nach dem Einfügen lässt sich alles ändern: Das Kontrollkästchen Dreh. in jeder Zeile der Teileliste ist dieselbe Einstellung und in jedem Tarif verfügbar.


Was die Vorlagen nicht leisten

  • Schubkästen und Beschlagbohrungen. Beides hängt vom gekauften Auszug- und Scharniersystem ab. Front und Tür sind enthalten, der Kasten nicht.
  • Eine Tür über einem Schubladenblock. Dafür muss das Fach zuerst waagerecht geteilt werden. Erzeugen Sie die beiden Hälften als getrennte Schränke.
  • Alles, was keine Kiste aus Plattenmaterial ist. Ein Massivholztisch mit Beinen und Zargen, ein gezapfter Rahmen oder eine geschwungene Front ist kein Korpus, das Modell gilt dafür nicht.
  • Die Plattenzahl. Der Wert der Vorlage ist Gesamtfläche geteilt durch eine Platte — eine Untergrenze, keine Bestellmenge. Die echte Zahl liefert der Optimierer.

Zugehörige Rechnerseiten

Zu jeder Vorlage gibt es eine eigene Seite mit ausgearbeiteter Erklärung:

Zur Wahl der Maße siehe den Leitfaden zu Standard-Möbelmaßen.

FAQ

Wo finde ich die Möbelvorlagen?
In der App öffnet die Schaltfläche Möbelvorlagen die Auswahl, und die erzeugten Teile werden direkt in die Teileliste eingefügt. Derselbe Generator läuft als eigenständiges Widget auf den Zuschnittlisten-Rechnerseiten, wo Sie die Liste als CSV herunterladen oder an die App übergeben können.
Welche Vorlagen gibt es?
Fünf: TV-Board, Bücherregal, Schrank, Küchen-Unterschrank und eine Kiste. Die ersten vier nutzen dasselbe Korpusmodell — Deckel und Boden laufen über die volle Außenbreite, die Seiten sitzen dazwischen —, sodass die Seitenhöhe immer die Außenhöhe minus zwei Plattenstärken ist. Die Kiste ist eine einfachere Konstruktion: vier Wände, ein Boden und ein optionaler Deckel, und sie wird zum Würfel, wenn Breite = Höhe = Tiefe.
Warum ist die Seite kürzer als die eingegebene Höhe?
Weil Sie das Außenmaß des fertigen Möbels eingeben und Deckel und Boden über beziehungsweise unter den Seiten sitzen. Bei 18 mm Platte nehmen zwei davon 36 mm aus der Höhe, ein 450 mm hohes TV-Board hat also 414 mm lange Seiten. Auf 450 mm zugeschnitten wird das fertige Möbel 486 mm hoch.
Kommt die Rückwand in die Teileliste?
Nein, und das mit Absicht. Die Rückwand ist 3–8 mm Hartfaser oder HDF, der Korpus typischerweise 18 mm Platte — zusammen verschachtelt ergäbe das eine falsche Plattenzahl. Die Vorlage zeigt das Rückwandmaß separat, damit Sie es als eigenes Material bestellen können.
Was bewirkt die Sockeleinstellung beim Küchenschrank?
Sie legt fest, wie hoch der Korpus über dem Boden steht, und erzeugt die Sockelblende — ohne ein einziges Korpusteil zu ändern. Die eingegebene Höhe ist die Korpushöhe, die Korpusoberkante liegt also bei Sockel plus Höhe, und darauf kommt noch die Stärke der Arbeitsplatte.
Warum kann ich nicht Tür und Schubladen im selben Schrank haben?
Diesen Schrank gibt es, aber dafür muss das Fach zuerst waagerecht geteilt werden, und das Vorlagenmodell arbeitet mit einem Fach pro Abteil. Beides zusammen ergäbe eine raumhohe Tür und einen kompletten Frontensatz für denselben Platz. Erzeugen Sie die beiden Hälften stattdessen als getrennte Schränke.
Sind Schubkästen und Beschlagbohrungen enthalten?
Nein. Beides hängt vom gekauften Auszug- und Scharniersystem ab, und die unterscheiden sich je nach Hersteller — eine allgemeine Formel ergäbe hier nur eine Scheingenauigkeit. Schubladenfront und Tür sind enthalten, weil sie sich aus dem Korpus selbst ergeben.

Aktualisiert: 4. August 2026