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Dachstuhl-Zuschnittliste: vom Sparren zur Holzbestellung

Fortgeschritten8 Min. LesezeitAktualisiert: 24. Oktober 2026
Ein Sparren auf der Pfette mit horizontaler Länge, Höhe, Sparrenlänge, Lotschnitt und Kerve
Ein Sparren ist schnell gezeichnet. Die Bestellung für das ganze Dach ist eine Zuschnittaufgabe: Aus welcher Stange kommt welches Teil?

Kurze Antwort

Eine Dachstuhl-Zuschnittliste hat zwei Hälften: die Geometrie (wie lang jeder Sparren, jede Latte und jedes Firststück ist und mit welchem Winkel es geschnitten wird) und den Einkauf (aus welchen Stangen diese Teile kommen). Die erste Hälfte erledigt der Sparrenrechner, die zweite ein Zuschnittoptimierer. Bei einem gemessenen Carport-Pultdach bewegte allein die Stangenlänge den Sparrenverschnitt zwischen 9,1 % und 46,3 %.

Elf Sparren für ein Carport mit Pultdach – das klingt nach einer einfachen Bestellung: elf Stangen, eine pro Sparren. Dann fragt der Holzhändler nach der Länge. Fünf Meter? Sechs? Oder gleich die 13-m-Stange Konstruktionsvollholz? Jeder Sparren dieses Dachs ist 4297 mm lang, und die Antwort entscheidet, wie viel vom bezahlten Holz am Ende als Reststück neben der Säge liegt: mit 5-m-Stangen 14,1 % des Sparrenholzes, mit 8-m-Stangen 46,3 %, mit 13-m-Stangen nur 9,1 %. Die „einfache“ Bestellung ist in Wahrheit eine Zuschnittentscheidung.

Das erfahren Sie hier

  • Aus welchen Teilen ein Sattel-, Pult-, Walm- oder Winkeldach geschnitten wird und was jede Zeile der Liste braucht
  • Wie aus der Sparrenlänge eine Zuschnittliste mit Winkeln wird
  • Warum die gekaufte Stangenlänge den größten Teil des Verschnitts bestimmt – mit gemessenen Zahlen
  • Wann die lange KVH-Stange die bessere Wahl ist und wo die Methode endet

Eine Dachstuhl-Zuschnittliste ist die vollständige Liste der Holzteile eines Dachstuhls – mit Querschnitt, Zuschnittlänge, Stückzahl und Endwinkeln – zusammen mit den Stangen, aus denen diese Teile geschnitten werden. Die erste Hälfte ist Geometrie, die zweite ein eindimensionales Zuschnittproblem, wie es jede Zimmerei bei jeder Holzbestellung löst, ob bewusst oder aus dem Bauch heraus.

Was gehört auf eine Dachstuhl-Zuschnittliste?

Jedes Bauteil des Dachstuhls, nach Querschnitt gruppiert: Sparren und Ortgangsparren, Firstbrett oder Firstpfette, Kehlbalken, Konterlatten und Dachlatten. Jede Zeile braucht den Querschnitt (Breite × Höhe), die Zuschnittlänge und die Stückzahl, bei Sparren zusätzlich Lotschnitt, Kervenschnitt und Kerve.

BauteilLage im DachWas in der Liste stehen muss
SparrenVon der Fußpfette zum First bzw. zur oberen Pfette, im SparrenabstandZuschnittlänge, Lotschnitt- und Kervenwinkel, Kerventiefe
OrtgangsparrenDer äußerste Sparren im OrtgangüberstandGleiche Länge wie die Sparren; je Giebelseite einer pro Dachfläche
Firstbrett oder FirstpfetteOben entlang, Gebäudelänge plus ÜberständeLänge und Stöße, wenn länger als die Stange
KehlbalkenQuer über ein Sparrenpaar, auf Teilhöhe (Satteldach)Länge in der gewählten Höhe, Anzahl der Paare
KonterlatteAuf jedem Sparren, über der UnterdeckbahnEine Reihe je Sparren, aus Stangenlängen geschnitten
DachlatteQuer über die Sparren im LattenabstandReihen × Länge, Stöße nur über einem Sparren

Die Gruppierung ist kein Formalismus. Eine Stange im Sparrenquerschnitt liefert nur Sparren, eine Latte nur Latten – ein Kantholz kann kein Teil eines anderen Querschnitts hergeben. Deshalb wird eine Dachliste Querschnitt für Querschnitt optimiert und nicht als ein großer Haufen Längen. Wer bei der Bestellung nur Meter addiert, mischt Kanthölzer und Latten und kann die Rechnung des Händlers hinterher nicht mehr Position für Position prüfen.

Auch die Reihenfolge der Spalten hat einen Grund: Der Holzhandel denkt in Querschnitt und Länge, die Abbundbank in Stück und Winkel. Eine gute Liste bedient beide, ohne dass jemand umrechnen muss.

Satteldach oder Pultdach: Was ändert sich an der Liste?

Ein Satteldach verdoppelt die Sparren und bringt die Teile mit, die beide Dachflächen zusammenhalten; ein Pultdach ist eine einzige Fläche von der niedrigen zur hohen Wand. Die Geometrie des einzelnen Sparrens folgt in beiden Fällen derselben Idee – horizontale Länge, Höhe, Sparrenlänge, zwei Endschnitte –, aber die Liste drumherum unterscheidet sich deutlich.

Beim Satteldach hat jeder Sparren einen Partner auf der Gegenseite, die Stückzahl ist also zwei je Achse. Die Sparren treffen sich am First, wo ein Firstbrett, eine Firstpfette oder einfach der Gegensparren den oberen Schnitt aufnimmt. Kehlbalken verbinden die Paare auf Teilhöhe und bekommen einen eigenen Querschnitt und eine eigene Länge. Ortgangsparren sitzen an beiden Giebeln auf beiden Dachflächen.

Beim Pultdach gibt es weder First noch Kehlbalken: Die Sparren liegen unten auf einer Pfette oder Wand und oben auf einer zweiten, jeweils mit eigener Auflage. Für dieselbe Spannweite ist der Sparren länger, weil er die ganze Gebäudebreite in einem Stück überspannt. Genau deshalb ist die Stangenlänge bei Carports, Anlehndächern, Gartenhäusern und Schuppen so wichtig – dort entscheidet ein einziger Querschnitt fast die ganze Holzrechnung.

Was ändert sich beim Walm- oder Winkeldach?

Die Liste bekommt eine ganze Familie neuer Bauteile, und die meisten davon kommen in vielen Längen vor. Ein Walmdach hat an jeder Ecke einen Gratsparren, der im Grundriss diagonal von der Gebäudeecke zum First läuft, und Schifter, die zum Grat hin Schritt für Schritt kürzer werden. Ein Winkeldach (L) bringt in der Innenecke einen Kehlsparren mit und Kehlschifter, die vom Kehlsparren hinauf zum First laufen.

BauteilLage im DachWas in der Liste stehen muss
GratsparrenVon jeder Außenecke zum First, im Grundriss unter 45°Zuschnittlänge, Gratneigung, die Backenschnitte oben
SchifterAuf den Walmflächen, von der Fußpfette hinauf zu einem GratsparrenEine Länge je Position, links und rechts, mit Backenschnitt
KehlsparrenIn der Innenecke des Winkeldachs, von der Traufe zu den FirstenZuschnittlänge, Neigung, die Backenschnitte oben
KehlschifterVom Kehlsparren hinauf zum FirstEine Länge je Position, links und rechts, mit Backenschnitt

Die Schifter machen eine Walmdachliste zur Zuschnittaufgabe, auch wenn alle normalen Sparren gleich lang sind. Das Walmdach-Beispiel im Sparrenrechner – 8000 mm Spannweite, 10000 mm Gebäudelänge, 35°, Sparren 80×180 im Abstand von 800 mm – hat 8 Sparren zu 5620 mm, 4 Gratsparren zu 7128 mm und 32 Schifter in vier Längen von 4623 mm bis 1693 mm. Weil die Bestellliste je Querschnitt nur eine Stangenlänge kauft, kommen alle 80×180-Teile aus der Länge für Grat- und Kehlsparren: 24 Stangen zu 7500 mm, Sparren und Schifter eingeschlossen.

Passende Enden bringen eine zweite Ersparnis. Ein Schifter oder eine Latte, die am Grat endet, wird schräg geschnitten, und zwei Teile, deren schräge Enden zueinander passen, können sich auf derselben Stange einen Sägeschnitt teilen. Der Rechner berechnet die Bestellung in beiden Varianten und zeigt den Unterschied, den er gemessen hat. Im Winkel-Walmdach-Beispiel (Hauptbau 14000 × 8000 mm, Flügel 6000 mm, Latten 40×60 aus 4000-mm-Stangen, 3 mm Schnittfuge) sparen 14 gemeinsame Schnitte zwei Lattenstangen: 337 statt 339 Stangen. Beim Walmdach-Beispiel bleibt es in beiden Varianten bei 173 Stangen. In diesen Beispielen teilen sich nur die Dachlatten Schnitte.

Wie wird aus der Sparrenlänge eine Zuschnittliste?

Über die Dachgeometrie: Spannweite, Neigung und Überstände legen horizontale Länge und Höhe des Sparrens fest, daraus folgen Zuschnittlänge und beide Endwinkel. Sparrenabstand und Gebäudelänge bestimmen die Stückzahl, der Lattenabstand die Zahl der Lattenreihen.

Für das Carport in diesem Leitfaden – ein Pultdach mit 3,6 m Spannweite, 6,0 m Gebäudelänge, 10° Neigung, 300 mm Traufüberstand und 200 mm Ortgangüberstand, Sparren 80/180 mm im Achsabstand von 800 mm – liefert der Sparrenrechner 9 Sparren und 2 Ortgangsparren, zusammen 11 Stück. Jeder ist 4297 mm lang, mit 10° Lotschnitt und 80° Kervenschnitt. Das sind die Ausgaben des Rechners für genau diese Eingaben, keine gerundeten Schätzwerte.

  1. Gebäude aufmessen und Dachform wählen

    Messen Sie die Spannweite von Außenkante zu Außenkante Wand und die Gebäudelänge, legen Sie Dachneigung, Traufüberstand und Ortgangüberstand fest. Wählen Sie die Dachform: Satteldach, Pultdach, Walmdach oder Winkeldach (L).

  2. Dach im Sparrenrechner eingeben

    Stellen Sie den Sparrenabstand und die Querschnitte von Sparren, First, Kehlbalken und Latten ein. Der Rechner zeichnet das Dach und listet jedes Teil mit Zuschnittlänge und Winkeln.

  3. Stangenlängen prüfen

    Wählen Sie für jeden Querschnitt die Länge, die Ihr Holzhändler liefert. Die Bestellliste zeigt, wie viele Stangen jede Länge braucht und wie viel davon Verschnitt wird.

  4. Zuschnittliste an den Optimierer übergeben

    Klicken Sie auf In der App optimieren: Die Teile landen im Holzzuschnitt, nach Querschnitt gruppiert, mit einer Lagerlänge je Querschnitt.

  5. Optimierung starten und Schnittplan drucken

    Starten Sie die Optimierung, um die Schnitte jeder Stange, die Reststücke und die Summen zu erhalten; drucken Sie den Schnittplan oder exportieren Sie ihn für den Holzhandel.

Die Zuschnittlängen rundet der Rechner auf ganze Millimeter auf, und die Bestellliste rechnet mit 3 mm Schnittfuge. Wer die Liste von Hand nachrechnet, sollte beides genauso halten – sonst stimmen Stangenzahl und Reststücke am Ende nicht mit dem Plan überein.

Warum entscheidet die Stangenlänge über den Verschnitt?

Weil alle Sparren gleich lang sind, wiederholt sich das Reststück auf jeder Stange. Eine Länge knapp über dem Sparren lässt wenig übrig; eine vermeintlich sichere, längere Stange bezahlen Sie elfmal mit.

Gemessen am Carport oben, mit der Bestellliste des Rechners (derselbe Holz-Packer wie in der App, 3 mm Schnittfuge):

Stangenlänge SparrenStangen für 11 SparrenVerschnitt Sparrenholz
3 m und 4 mzu kurz–
5 m1114,1 %
6 m1128,4 %
7 m1138,6 %
8 m1146,3 %
8,5 m1149,4 %
9 m612,5 %
13 m49,1 %

Stangen mit 3 und 4 m lehnt der Rechner ab: Ein Sparren wird nicht gestoßen, eine Stange kürzer als der Sparren ist also keine Option. Zwischen 5 und 8 m kaufen Sie immer elf Stangen – nur wird jede länger, und das gesamte Mehr landet im Reststück. Schon der Schritt von 5 auf 6 m verdoppelt den Verschnitt ungefähr, ohne dass ein einziger Sparren mehr dabei herauskommt.

Diese Zahlen gelten für dieses eine Dach. Spannweite, Neigung und Überstand verschieben die Sparrenlänge, und mit ihr kippt die Tabelle: Ein paar Zentimeter mehr Traufüberstand können eine Stangenlänge plötzlich zu kurz machen. Genau deshalb lohnt sich der eigene Durchlauf mit Ihren Maßen.

Wann ist die lange Stange die bessere Wahl?

Wenn sie mehrere ganze Sparren aufnimmt. Eine 13-m-Stange trägt drei Sparren mit 4297 mm samt Schnittfugen; elf Sparren brauchen dann vier Stangen statt elf, und der Verschnitt fällt auf 9,1 % – weniger als bei der kürzesten Länge, die überhaupt passt.

Die beiden mittleren Längen zeigen, wie knapp das ist. Die 8,5-m-Stange geht an zwei Sparren knapp vorbei – zwei Sparren samt Schnittfuge brauchen 8597 mm – und landet mit 49,4 % beim schlechtesten Wert der Tabelle. Die 9-m-Stange nimmt zwei Sparren auf: sechs Stangen statt elf und 12,5 % Verschnitt, schon weniger als mit 5 m. Entscheidend ist also nicht „lang“ oder „kurz“, sondern wie oft der Sparren in die Stange passt und wie viel nach dem letzten Sparren übrig bleibt. Eine Länge, die knapp an einem weiteren ganzen Sparren vorbeigeht, ist fast immer die teuerste Wahl.

Der Rechner bietet im Marktprofil DE / AT / CH deshalb die KVH-Systemlängen von 3 bis 9 m und zusätzlich 13 m an. Ob sich der geringere Verschnitt auch in Euro zeigt, hängt vom Kubikmeterpreis Ihres Händlers für die jeweilige Länge ab – vergleichen Sie also Angebote, nicht nur Prozente. Rechnen Sie außerdem Transport und Handling ein: Eine lange Stange muss auf den Lkw, auf die Baustelle und auf den Bock, bevor sie in drei Sparren zerfällt.

Was bringt ein Zuschnittoptimierer nach dem Rechner?

Der Rechner beantwortet die Frage „Was schneide ich?“, der Optimierer die Frage „Aus welcher Stange?“. In der App bekommt jede Stange ihre eigene Schnittfolge, die Reststücke werden mit ihrer Länge aufgelistet, und die Summen je Querschnitt werden zur Bestellung für den Holzhandel.

Auf der Rechnerseite übernimmt In der App optimieren die ganze Liste – Teile mit ihren Querschnitten und eine Lagerlänge je Querschnitt –, sodass nichts abgetippt wird. Die Teile landen im Modus Holzzuschnitt; wie dieser Modus die Teile gruppiert und rechnet, beschreibt die Dokumentation zum Holzzuschnitt.

Dort ist eine andere Stangenlänge ein Feld und ein Lauf. So vergleichen Sie Längen wie in der Tabelle oben, oder Sie tragen Stangen, die schon auf der Baustelle oder im Lager liegen, mit der Einstellung Begrenzt als vorhandenen Bestand ein. Der Schnittplan lässt sich als PDF für die Abbundbank drucken.

In Latten und Konterlatten steckt die zweite Ersparnis: Anders als die Sparren kommen sie in mehreren Längen vor, und welche Stücke sich eine Stange teilen, ist eine echte Wahl. Lassen Sie den Optimierer die Latten verteilen, statt „eine Latte pro Stange“ zu zählen.

Häufige Fehler

  • Nach Länge statt nach Querschnitt bestellen. Eine Liste, die nur Längen nennt, mischt Sparren und Latten verschiedener Querschnitte. Gruppieren Sie zuerst nach Querschnitt – eine Stange liefert nur ihren eigenen.
  • Die längste Stange „zur Sicherheit“ kaufen. Im gemessenen Dach hat 8 m statt 5 m den Sparrenverschnitt mehr als verdreifacht. Kaufen Sie die kürzeste Länge, die den Sparren aufnimmt, oder eine, die zwei oder drei ganze Sparren trägt.
  • Die Überstände vergessen. Der Sparren wird bis zur Traufkante geschnitten, nicht bis zur Wand. Ohne Traufüberstand wird jeder Sparren zu kurz – und das lässt sich auf der Baustelle nicht mehr reparieren.
  • Winkel aus dem Gedächtnis schneiden. Lotschnitt und Kervenschnitt ändern sich mit der Dachneigung. Lesen Sie sie für Ihre Neigung aus dem Rechner ab und legen Sie das Blatt an die Säge.
  • Die Schnittfuge weglassen. Jeder Schnitt nimmt eine Blattbreite weg. Bei vielen Latten aus einer Stange summiert sich das; der Optimierer rechnet sie ein, eine Zählung von Hand meistens nicht.

Wann reicht diese Methode nicht?

Wenn das Dach keine der Formen hat, die der Rechner zeichnet, oder wenn die Frage Tragfähigkeit statt Länge heißt. Sattel-, Pult-, Walm- und Winkeldächer sind abgedeckt; T- oder U-Grundrisse, Gauben oder ein Flügel mit eigener Spannweite oder Neigung nicht. Nagelplattenbinder kommen fertig vom Binderwerk, eine Zuschnittliste gibt es dort nicht.

Auch die Einkaufsfrage verschwindet manchmal: Wenn das Sägewerk das Bauholz nach Holzliste auf Länge schneidet oder eine Zimmerei mit eigenem Abbund arbeitet, bestellen Sie Stückzahl und Länge statt Stangen. Dann bleibt vom Optimierer vor allem die Lattung übrig.

Und keine Zuschnittliste ersetzt die Bemessung. Den Sparrenquerschnitt legt ein Tragwerksplaner nach DIN EN 1995-1-1 (Eurocode 5) fest, mit Schnee- und Windlasten nach DIN EN 1991 und Holz, das nach DIN 4074 sortiert und einer Festigkeitsklasse nach DIN EN 338 zugeordnet ist; für die Lattung gelten die Fachregeln des ZVDH. Der Rechner ist reine Geometrie und sagt das auf der Seite auch so.

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Häufig gestellte Fragen

Was ist eine Dachstuhl-Zuschnittliste?
Die Liste aller Holzteile eines Dachstuhls – Sparren, Ortgangsparren, First, Kehlbalken, Konterlatten und Dachlatten – jeweils mit Querschnitt, Zuschnittlänge, Stückzahl und den Schnittwinkeln an den Enden.
Welche Stangenlänge sollte ich für die Sparren kaufen?
Die kürzeste Länge, die einen Sparren aufnimmt, oder eine lange Stange, die mehrere ganze Sparren trägt. Bei einem gemessenen Pultdach mit 4297 mm langen Sparren lag der Verschnitt mit 5-m-Stangen bei 14,1 %, mit 8 m bei 46,3 % und mit 13 m bei 9,1 %.
Kann ein Zuschnittoptimierer einen Dachstuhl planen?
Ja. Jedes Bauteil des Dachstuhls ist ein gerades Stück aus Stangenware. Ein 1D-Optimierer, der nach Querschnitt gruppiert (Holzzuschnitt), verteilt die Teile auf möglichst wenige Stangen je Querschnitt und zeigt die Schnitte jeder Stange.
Enthält die Zuschnittliste auch die Sparrenwinkel?
Der Sparrenrechner gibt zu jedem Sparren Lotschnitt, Kervenschnitt und Kerve aus. Eine Sattel- oder Pultdachliste kommt beim Optimierer nur als Längen an, das Blatt des Rechners gehört deshalb neben die Säge; eine Walm- oder Winkeldachliste landet im Holzzuschnitt mit den Endschnitten jedes Teils.
Bemisst der Rechner die Sparren für Schnee und Wind?
Nein. Er rechnet nur Geometrie: Längen, Winkel, Stückzahlen und die Bestellliste. Den Querschnitt legt ein Tragwerksplaner nach DIN EN 1995-1-1 (Eurocode 5) mit den Lasten nach DIN EN 1991 fest.
Welche Dachformen sind abgedeckt?
Satteldach und Pultdach, Walmdach sowie Winkel-Satteldach und Winkel-Walmdach (L), deren Flügel dieselbe Spannweite und Dachneigung hat wie der Hauptbau. T- und U-Grundrisse, Gauben und Flügel mit eigener Neigung sind nicht abgedeckt; dort muss die Zuschnittliste von Hand oder vom Tragwerksplaner kommen.

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